Landschaften (Arbeitstitel: Landschaft 2.0)
Oel auf Leinwand, datiert auf 2023, Format 40x40/45x45/50x40.
Das Ständemehr
Die Serie Landschaft 2.0 versucht über ein traditionelles Genre und ihrer traditionell unterlegten Strategie
eine malerisch-künstlerische These herauszubilden. Einerseits, um eine zentrale politische Pattsituation der Gegenwart
aufzulockern (Stadt-Land-Ständemehr) und andererseits, um eine neue Kommunikationsmodell für die Kunst anzudenken.
Die Serie nutzt das allgemein zugängliche und als niederschwellig zu bezeichnete
Kommunikationsangebot der Landschaftsmalerei dazu, die Lebensrealität auf dem Land in den Fokus zu stellen,
die kulturell ideel wie in der Praxis eher unbedeutend ist, während sie in der Politik das Schwergewicht darstellt,
das sich durchzusetzen vermag, aber aus dem Blick des progressiven Stadt die Entwicklung der Gesellschaft
hemmt. Einerseits zeigt der malerische Blick in die Peripherie schöne wie düstere Gemeinsamkeiten von
Stadt und Land, wie erholsame Spazierwege und die Industrialisierung der Landwirtschaft, und anderseits
weist es auf den sprachlichen wie ikonographischen Ausgrenzungsmechanismus der städtischen Kultur und damit
darauf, wie der ländlichere Anteil der Gesellschaft von der Bildungsinstitution Museum systemisch ausgeschlossen wird. Im Gegensatz dazu
weist der ländliche Bezugsrahmen der Sujets, mit ihrem ästhetisch eher zufälligen Charakter, auf offensichtlichen
in der Realität bestehenden Nachholbedarf der dortigen Gemeinden, sich mit den gesellschaftlichen und politischen Veränderungen
zu beschäftigen, also auch das Subjekt/Individuum ernst zu nehmen.
Es ist die Petrischale, um beide Lebensrealitäten einander näher zu bringen.
Die künstlerische Strategie eröffnet der Kunstkritik die Möglichkeit,
sich der eigenen Identität zu stellen. Dass tut sie, indem die Strategie die berühmte Eselsbrücke in eine breite Strasse
verwandelt und damit den
Zugang zum Werk demokratisiert. Wie tief hinein der Berachter diese Ebene begeht, bleibt offen. Die Voraussetzungen sind dadurch besser,
als wenn er/sie schon am Eingang vollgetextet wird. Historisch gesehen sind diese reaktionären Interessen auf Seiten der Institutionen,
wie auch auf Seiten der Opposition überproportional vertreten, wie es mittlerweile überall erwartbar ist, wenn Geld im Spiel ist.
Das Ständemehr sind hier jene reaktionären Kräfte im System Kunst, die von der
Besitzstandsbewahrung profitieren.
Es ist eine zudem Chance zum Dialog an dem sich alle beteiligen können. Auch die 40% Einwohnern mit Migrationshintergrund, die von einer
universelleren Sprache profitieren, die nicht in ein vorpupertäres Vokabular herabsinkt,
wie dies die Instutionen und die abgehobenen Förderstellen agitieren.
Cedric Mineur 2024
A. Baader geht baden
Ansicht Links: Ausstellungsansicht APP'N'CELL NOW. 15.11.2020 - 14.03.2021 in der Kunsthalle Appenzell
Ansicht Rechts: Foto bei Kunsthalle Appenzell
Der Heilige Trinker II und Woyzeck Masse: 100x100cm. Ansicht: Ausstellungsaufbau "Kunststipendien der Stadt Zürich 2019" im Helmhaus Zürich
Strandhäuser
Ansicht Ausstellung "Rrr und das Ende der blauen Reittiere" in der Galerie Stoffelgasse Zürich 2018/19
Exposition Künstlereditionen 2014 Schweizerische Nationalbibliothek
Ausstellungsmobiliar von Vaclav Pozarek/Foto Gebäude: Simon Hofer Lizenz
Goldener Ring über Uri
Ausstellungsprojekt mit Cedric Mineur im Kunsthaus Langenthal anlässlich der Lokale
2014 Rechts Kunsthaus Langenthal > museum.ch
Die Geschichte von Anna II Ausstellung im Kunstmuseum Solothurn 2015
Rechts Kunstmuseum Solothurn > Solothurn Tourismus
Rekonstruktion 2014 der Installation
Floss
der Medusa von 2008 (rechts) in der Kunsthalle Bern Anlässlich des Bones
Performancefestival 2014 im Zentrum für Kulturproduktion Progr
Bern neu aufgebaut. Kuratiert von Valerian Maly. Das zentrale Gemälde war verschollen.
Sockel und das runde Objekt konnten rekonstruiert oder ersetzt werden.
Ansicht: Rekonstruktion linke Wand. Rechte Wand Arbeiten von Patty Smith. Rechts: Progr Bern > Wikipedia.
Vier Ansichten einer Landschaft Kunstmuseum Olten 2013
Leutnant Gustl und Fräein Else (2014, oben)
Ohne Titel (2012, unten) Ansichten Ausstellung Centre PasqArt Biel 2012 und 2014
where we are going (John Maynard Keynes)
Ausstellung Aeschlimann Corti Stipendium im Kunstmuseum Bern 2008
Rechts: Kunstmuseum Bern > Kunstgesellschaft Bern
1. Strandhaus-Typ H.. 2013. Sammlung der Stadt Bern
2. Zorn der Zeit. 2008. Sammlung des Kantons Bern
3. Ohne Titel. 2009. Sammlung der Stadt Biel
4. Schnee. 1994. Sammlung der Stadt Biel
5. Strandhaus. 2014. Sammlung Kanton Solothurn