Boris Billaud






3x100x100cm, oil on canvas



Landschaft 02 Landschaft 02





Landschaften (Arbeitstitel: Landschaft 2.0)
Oel auf Leinwand, datiert auf 2023, Format 40x40/45x45/50x40.


Das Ständemehr

Die Serie Landschaft 2.0 versucht über ein traditionelles Genre und ihrer traditionell unterlegten Strategie eine malerisch-künstlerische These herauszubilden. Einerseits, um eine zentrale politische Pattsituation der Gegenwart aufzulockern (Stadt-Land-Ständemehr) und andererseits, um eine neue Kommunikationsmodell für die Kunst anzudenken.

Die Serie nutzt das allgemein zugängliche und als niederschwellig zu bezeichnete Kommunikationsangebot der Landschaftsmalerei dazu, die Lebensrealität auf dem Land in den Fokus zu stellen, die kulturell ideel wie in der Praxis eher unbedeutend ist, während sie in der Politik das Schwergewicht darstellt, das sich durchzusetzen vermag, aber aus dem Blick des progressiven Stadt die Entwicklung der Gesellschaft hemmt. Einerseits zeigt der malerische Blick in die Peripherie schöne wie düstere Gemeinsamkeiten von Stadt und Land, wie erholsame Spazierwege und die Industrialisierung der Landwirtschaft, und anderseits weist es auf den sprachlichen wie ikonographischen Ausgrenzungsmechanismus der städtischen Kultur und damit darauf, wie der ländlichere Anteil der Gesellschaft von der Bildungsinstitution Museum systemisch ausgeschlossen wird. Im Gegensatz dazu weist der ländliche Bezugsrahmen der Sujets, mit ihrem ästhetisch eher zufälligen Charakter, auf offensichtlichen in der Realität bestehenden Nachholbedarf der dortigen Gemeinden, sich mit den gesellschaftlichen und politischen Veränderungen zu beschäftigen, also auch das Subjekt/Individuum ernst zu nehmen. Es ist die Petrischale, um beide Lebensrealitäten einander näher zu bringen.

Die künstlerische Strategie eröffnet der Kunstkritik die Möglichkeit, sich der eigenen Identität zu stellen. Dass tut sie, indem die Strategie die berühmte Eselsbrücke in eine breite Strasse verwandelt und damit den Zugang zum Werk demokratisiert. Wie tief hinein der Berachter diese Ebene begeht, bleibt offen. Die Voraussetzungen sind dadurch besser, als wenn er/sie schon am Eingang vollgetextet wird. Historisch gesehen sind diese reaktionären Interessen auf Seiten der Institutionen, wie auch auf Seiten der Opposition überproportional vertreten, wie es mittlerweile überall erwartbar ist, wenn Geld im Spiel ist. Das Ständemehr sind hier jene reaktionären Kräfte im System Kunst, die von der Besitzstandsbewahrung profitieren.

Es ist eine zudem Chance zum Dialog an dem sich alle beteiligen können. Auch die 40% Einwohnern mit Migrationshintergrund, die von einer universelleren Sprache profitieren, die nicht in ein vorpupertäres Vokabular herabsinkt, wie dies die Instutionen und die abgehobenen Förderstellen agitieren.

Cedric Mineur 2024


A. Baader geht baden
Ansicht Links: Ausstellungsansicht APP'N'CELL NOW. 15.11.2020 - 14.03.2021 in der Kunsthalle Appenzell Ansicht Rechts: Foto bei Kunsthalle Appenzell




Der Heilige Trinker II und Woyzeck
Masse: 100x100cm. Ansicht: Ausstellungsaufbau "Kunststipendien der Stadt Zürich 2019" im Helmhaus Zürich



Strandhäuser
Ansicht Ausstellung "Rrr und das Ende der blauen Reittiere" in der Galerie Stoffelgasse Zürich 2018/19


«stranger to the self»
F +F Schule für Kunst und Design anlässlich der Ausstellung "Kunst: Szene Zürich 2018"
Artikel zur Ausstellung «stranger to the self»o, Tagesanzeiger 26.11.2018



Francis Bacon
Kunsthalle Bern 2014
Rechts Ansicht Kunsthalle Bern > Wikipedia



Dröhnen über Südafrika
Kunsthalle Bern 2013
Ansicht Jahresausstellung Kunsthalle Bern > Kunsthalle Bern



Exposition Künstlereditionen 2014
Schweizerische Nationalbibliothek
Ausstellungsmobiliar von Vaclav Pozarek/Foto Gebäude: Simon Hofer Lizenz



Goldener Ring über Uri
Ausstellungsprojekt mit Cedric Mineur im Kunsthaus Langenthal anlässlich der Lokale 2014
Rechts Kunsthaus Langenthal > museum.ch


Die Geschichte von Anna II
Ausstellung im Kunstmuseum Solothurn 2015
Rechts Kunstmuseum Solothurn > Solothurn Tourismus


Rekonstruktion 2014 der Installation Floss der Medusa von 2008 (rechts) in der Kunsthalle Bern
Anlässlich des Bones Performancefestival 2014 im Zentrum für Kulturproduktion Progr Bern neu aufgebaut. Kuratiert von Valerian Maly. Das zentrale Gemälde war verschollen. Sockel und das runde Objekt konnten rekonstruiert oder ersetzt werden.

Ansicht: Rekonstruktion linke Wand. Rechte Wand Arbeiten von Patty Smith. Rechts: Progr Bern > Wikipedia.



Vier Ansichten einer Landschaft
Kunstmuseum Olten 2013




Leutnant Gustl und Fräein Else (2014, oben)
Ohne Titel (2012, unten)
Ansichten Ausstellung Centre PasqArt Biel 2012 und 2014


where we are going (John Maynard Keynes)
Ausstellung Aeschlimann Corti Stipendium im Kunstmuseum Bern 2008
Rechts: Kunstmuseum Bern > Kunstgesellschaft Bern



1. Strandhaus-Typ H.. 2013. Sammlung der Stadt Bern
2. Zorn der Zeit. 2008. Sammlung des Kantons Bern
3. Ohne Titel. 2009. Sammlung der Stadt Biel
4. Schnee. 1994. Sammlung der Stadt Biel
5. Strandhaus. 2014. Sammlung Kanton Solothurn